14.02.20

Frühblüher: Diese Blüten läuten den Frühling ein

Frühblüher: Diese Blüten läuten den Frühling ein

Schluss mit dem Winterblues – Zeit für neue Blüten! Wir stellen Dir die Blumen vor, die den ersten Hauch von Frühling ankündigen.

Wenn Du eine gute Nase hast, kannst Du es vielleicht schon riechen: Der Frühling steht vor der Tür! Im Garten siehst Du schon die ersten grünen Stiele aus der Erde spitzen, ein paar Sträucher warten nur darauf, endlich ihre Knospen zu öffnen. Und einige dieser Frühblüher findest Du natürlich auch in unseren Frühlingssträußen.

1. Tulpe

Es ist wieder Tulpenzeit: Schon im Januar recken die ersten Tulpen ihre Spitzen aus den Beeten. Übrigens sind die Tulpen eigentlich keine niederländischen Blumen – sie haben ihre Wurzeln im Osmanischen Reich. Bei uns im Westen wurden sie durch den Botschafter der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen, einem Vorläufer der heutigen Niederlande, bekannt: Er sandte die ersten Tulpen aus dem Reich im Osten nach Wien. Die Tulpe erlebte einen kometenhaften Aufstieg. Manche Zwiebeln waren mehr Wert als ein Stadthaus in Amsterdam, sie wurden zum Symbol für Wohlstand.
Heute stehen Tulpen für Liebe. Rot symbolisiert die ewige Liebe, Gelb Wertschätzung, Weiß Verzeihen, Rosa steht für mütterliche Liebe und vielfarbige Blüten symbolisieren Schönheit.

Pflegetipp: Tulpen neigen sich immer dem Licht entgegen und wachsen in der Vase weiter. Du unterstützt sie optimal, indem Du bei jedem Wasserwechsel (alle zwei bis drei Tage) zwei Zentimeter am unteren Stielende schräg abschneidest.
Tulipa

2. Prunus

Hinter dem lateinischen Namen verbirgt sich die Kirsche. Die Japaner lieben ihre Kirschblüten so sehr, dass ihr Name, Sakura, zum allgemeinen Wort für Blumen und Blüten geworden ist. Sie feiern den Beginn des Frühlings mit dem Kirschblütenfest, Hanami Matsuri. Die Japanische Blütenkirsche symbolisiert Sterblichkeit und die flüchtige Schönheit des Lebens.
Pflegetipp: Der verholzte Kirschenzweig ist sehr kräftig und bleibt in der Vase länger frisch als die meisten Blumen. Als besonderes Arrangement kannst Du ihn einige Wochen in einer Mini-Vase aufstellen.
prunus

3. Forsythia

Schon früh im Jahr explodieren unscheinbare Sträucher in Gärten und an Wegen in einem Feuerwerk goldgelber Blüten. Forsythien gehören zur Familie der Ölbaumgewächse und wurden nach dem schottischen Botaniker William Forsyth (1737–1804) benannt, der eine Zeit lang der Gärtner der britischen Königsfamilie war. Die Symbolik der leuchtenden Forsythie mitten im Wintergrau ist unmissverständlich: Hoffnung, Erwachen, der Frühling kommt!

Pflegetipp: Forsythien lassen sich wunderbar aus Stecklingen vermehren: Steck einen Zweig in Erde, halte ihn feucht und zum nächsten Frühling hast Du Deinen eigenen Forsythienstrauch.
forsythia

4. Viburnum

Die Gattung Viburnum, Schneebälle, gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse und umfasst über hundert Arten, die auf weiten Teilen der Nordhalbkugel verbreitet sind; da gäbe es zum Beispiel den Gemeinen Schneeball, den Nützlichen Schneeball, den Wolligen Schneeball oder den Runzelblatt-Schneeball. Aus den Bestandteilen einiger Arten werden Naturheilmittel hergestellt, auch die Früchte sollen als Gelee recht schmackhaft sein. Aber weißt Du, was das Beste an Schneebällen ist? Sie duften! Sie duften so himmlisch, dass Du für einen Moment vergessen kannst, dass es so etwas wie Winter und Kälte und Dunkelheit überhaupt gibt.

Pflegetipp: Viburnum fühlt sich pudelwohl, wenn Du das Wasser alle paar Tage wechselst, er nicht im Zug oder bei der Heizung steht und keine Obstschale in der Nachbarschaft hat.
Viburnum-roseum

5. Anemone

Jede Anemone trägt einen Hauch von Magie in sich. Die zarten Blüten bewegen sich beim kleinsten Windhauch – und im alten Volksglauben zogen sich Feen des Nachts zum Schlafen in eine geschlossene Anemonenblüte zurück.
Die antike Mythologie erzählt eine weniger unschuldige Geschichte: Anemona war eine Nymphe am Hof der Göttin Flora. Flora hatte es nicht leicht, denn ihr Gatte Zephyr, Windgott und Titanensohn, stürzte sich im Wochentakt in neue Liebschaften. Produkte seiner Abenteuer waren nicht nur Göttersöhne, sondern auch unsterbliche Pferde. Eines Tages fiel sein Auge auf die schöne Anemona und Flora platzte der Kragen. Sie verwandelte die Nymphe in eine Blume, um sie dem Göttergatten zu entreißen. Heute steht die Anemone für Zuneigung, Erwartung und Hoffnung.

Pflegetipp: Die Anemone kommt unscheinbar bei Dir an; eine grüne, geschlossene Knospe. In Deinem Bouquet öffnet sie sich und wächst weiter – sorge dafür, dass sie genug Platz bekommt.
anemone

6. Convallaria majalis

Maiglöckchen – bei warmen Temperaturen zeigen sie ihre kleinen glockenförmigen Blüten gerne schon vor dem Wonnemonat. Besonders die Parfümindustrie liebt die schöne Blume für ihren frischen, süßen Duft. Dabei ist das niedliche Maiglöckchen ein Wolf im Schafspelz, denn es ist hochgiftig und wurde in Deutschland 2014 sogar zur Giftpflanze des Jahres gewählt – also stell einen Maiglöckchenstrauß immer so auf, dass Kinder und Haustiere die Blumen nicht erreichen können. Möchtest Du Maiglöckchen verschenken? Dann verschenkst Du pure Liebe! Maiglöckchen sind ein Glückssymbol und damit genau richtig für die Menschen, die Dir richtig viel bedeuten.

Pflegetipp: Schneide die Stiele schräg an und wechsle regelmäßig das Wasser. Und wasch Dir nach dem Hantieren mit Maiglöckchen unbedingt die Hände.

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